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Im Dialog mit der Landwirtschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marianne Hühn   
Mittwoch, 16. Juni 2010 um 19:05 Uhr

Hinweisschild: Hier investiert EuropaDie Europa-Union Schwalm-Eder  besichtigte am 12.06.2010 zwei große Milcherzeugungsbetriebe in Schwarzenborn und Ottrau. Vor Ort  erläuterten die Betriebsinhaberin Heidi Golomb in Schwarzenborn und Betriebsinhaber Andreas Bohl in Ottrau ihre Konzeption, ihre Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit Milchquoten und niedrigen Erzeugerpreisen. Mit großen Investitionen rüsteten sie beide ihre Betriebe zukunftsorientiert auf und führen die Traditionen ihrer Vorväter mit großem Engagement und Verantwortungsbewußtsein  mit modernen  Maschinen und betriebswirtschaftlichen Methoden fort, stellten die Gäste fest.

Die finanziellen Förderungen der Europäischen Union  sichern einerseits die Betriebe, da die niedrigen Erzeugerpreise nicht kostendeckend sind, andererseits ist das praktizierte System der EU nicht den Realitäten genug angepaßt und macht  es mit zugeteilten aber handelbaren Milchquoten  den Landwirten außerordentlich schwer , auf dem Markt mithalten zu können. Gerade die mittelständigen Betriebe der Region sind bei dem gegenwärtigen System benachteiligt, führten die Betriebsinhaber  Golomb und Bohl aus.

Mit modernster Lasertechnik ausgestattete Melkroboter und moderne Melkstände sowie offenen Großställe , die in der Anschaffung sehr teuer sind, sichern bei hohen Tierzahlen, dass die Arbeit von den Familienbetrieben bewältigt werden kann. Trotzdem ist das Verhältnis zwischen Einsatz der Arbeitsleistung, der finanziellen Mittel und damit verbundener Risiken,   und dem daraus erzielten Gewinn nicht ausgewogen, stellten die Teilnehmer der Europa-Union nach der Besichtigung fest. Hier müsse  die Europäische Landwirtschaftspolitik verändert werden. Dafür werde man sich zugunsten der landwirtschaftlichen Mittelstandsbetriebe, die für die Region Nordhessen auch aus kulturpflegerischer Sicht unabdingbar sind,  im Rahmen ihrer  Möglichkeiten stark machen und das Gespräch mit den Europa- Abgeordneten suchen, sicherte die Vorsitzende der Europa-Union Schwalm- Eder, Marianne Hühn, zu, wobei die Einflussmöglichkeiten  bei realistischer Einschätzung nicht sehr hoch seien, führte sie kritisch aus.

"Betriebsbesichtigungen werden verstärkt  einen Schwerpunkt unserer Arbeit darstellen , um die Auswirkungen europäischer Politik auf die Betriebe im Schwalm- Eder Kreis konkret beurteilen und in die Europäische Union tragen zu  können. Die Europa-Union freut sich über entsprechende Angebote“, teilt  die Europa-Union mit.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 21. August 2010 um 10:41 Uhr