Marianne Hühn: „Europabewusstsein stärken!“
Kein Stuhl war mehr frei beim ersten Neujahrsempfang der EUROPA-UNION Schwalm-Eder e.V. im altehrwürdigen Treysaer „Hospital zum Heiligen Geist“. Damit eröffnete die überparteiliche, gemeinnützig anerkannte „Bürgerbewegung für ein Vereintes Europa“ ihr Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen des Kreisverbands. Schwungvoll luden Stefan und Annika Reitz zu einer musikalischen Reise ein.
In der Kapelle, einem der wertvollsten hessischen Baudenkmäler, konnte Kreisvorsitzender Heinz Wagner die Landtagsabgeordnete Regine Müller, Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hosemann sowie weitere Mitglieder des Magistrats und des Parlaments bzw. der Ortsbeiräte sowie die Vorsitzenden mehrerer Vereine begrüßen. Erfreulicherweise nahmen auch zahlreiche Mitbürger teil, die aus der früheren Sowjetunion in ihre neue Heimat übergesiedelt sind. Für den Türkisch-Islamischen Bildungs- und Kulturverein sprach deren Vorsitzender Koröglu Gün, der in Treysa geboren ist.
Im Mittelpunkt des einstündigen Festakts stand ein Kurzvortrag von Marianne Hühn (Oberaula), die bei der Jahreshauptversammlung am 20. März vom Vorstand für die Wahl als neue Kreisvorsitzende vorgeschlagen wird. 1950 sei die Vision und Botschaft der EUROPA-UNION von einem demokratisch-friedlichen Zusammenschluss der europäischen Völker und Staaten unglaublich gewesen, heute sei sie eine einzigartige Realität. Weit entwickelt seien die Verträge und Institutionen der EU, sie müssten aber „mit Leben erfüllt werden“. Was in 60 Jahren erkämpft und gestaltet wurde, sei heute für die meisten Menschen „angenehme Selbstverständlichkeit“. Ziel und Aufgabe der EUROPA-UNION und ihrer Jugendorganisation JEF sei es, Europa als „Einheit in Vielfalt“ zu erleben. Dafür kündigte sie neue Ideen und Initiativen des mitgliederstarken Vereins an.
Bürgermeister W. Kröll würdigte die Arbeit des ehrenamtlich geführten „EUROPA-Vereins- und Bürgerbüros Schwalmstadt“ und gab einige kritische Hinweise zu Fehlentwicklungen in der EU-Politik. Mercedes Thiel, Leiterin des Europabüros in Bad Hersfeld, der einzigen Außenstelle der EU-Kommission in Nord- und Osthessen, bot Kommunen, Betrieben, Schulen, Vereinen und Bürgern Rat und Hilfe in Europaangelegenheiten an. Im neuen Kreisvorstand möchte sie mitarbeiten.
Einen langen, gemütlichen Abend verbrachten die Vereinsmitglieder und Gäste der EUROPA-UNION in den Räumlichkeiten des Hospitals.
In den nächsten Jahren könnten die Neujahrsempfänge in anderen Städten und Gemeinden gemeinsam mit interessierten örtlichen Partnern fortgeführt werden.









