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Netzwerk der europäischen Partnerschaften

Als Referenten begrüßte M. Hühn (v.l.) Landrat F.-M. Neupärtl und Akademieleiter Br.Bengel (Foto: D.Werkmeister)

Städte-, Schul- und Vereinspartnerschaften sind das stabile Fundament für ein „Europa der Bürgerinnen und Bürger“ – darin waren sich alle einig beim ersten kreisweiten Treffen in der Ziegenhainer Kulturhalle. Eingeladen hatten Kreisvorsitzende Marianne Hühn (Oberaula) für die überparteiliche EUROPA-UNION Schwalm-Eder e.V. und Landrat Frank-Martin Neupärtl mit den zuständigen Fachabteilungen der Kreisverwaltung. In der Begegnung der Menschen werde die Vielfalt der Kulturen erlebt, stellte Neupärtl in seinem Grußwort fest, so könnten Offenheit und Toleranz wachsen, Europa sei dann „keine abstrakte Idee und kein bürokratisches Ungetüm“.

Den Kongress besuchten auch Landtagsabgeordnete Regine Müller, die Bürgermeister Wilhelm Kröll (Schwalmstadt) und Birger Fey (Frielendorf) sowie Stadtverordneter Andreas Eckert (GRÜNE Schwalmstadt).

Mehrere Partnerschaftsvereine dokumentierten auf Pinwänden, mit Videofilmen und Berichten ihre Arbeit. Bruno Bengel von der Europäischen Akademie Hessen (in Darmstadt) und Mercedes Thiel als Leiterin des Europe Direct EU-Büros (in Bad Hersfeld) gaben wertvolle Anregungen für künftige Aktivitäten.

Für die Bewirtung der Teilnehmer hatten der Türkisch-Islamische Kulturverein Schwalmstadt und der Schwalmstädter Partnerschaftsverein Spezialitäten vorbereitet. Stadtsparkasse, Kreissparkasse und VR-Bank förderten die Tagung, die das Hessische Europaministerium in das landesweite Programm der Europawoche 2011 aufgenommen hat. Der Magistrat stellte die stadteigene Halle zur Verfügung, die der Festausschuss unter Leitung von Birgit Werner frühlingsmäßig dekorierte.

Die Initiative der EUROPA-UNION zu solch einem Erfahrungsaustausch wurde allseits gelobt, die Hilfsangebote der Akademie und des EU-Büros sowie des Kreises wurden gern angenommen. Gerlinde Grünwald koordiniert die partnerschaftlichen Begegnungen, Kerstin Schwab stellte den Bereich Wirtschaftsförderung vor, Hille Hobbiebrunken-Oltmer empfahl die Sprachkurse der Volkshochschule. M. Thiel beschrieb interessante Projekte, z.B. dreiwöchige Sprachstipendien für 18- bis 30jährige und dreimonatige Betriebspraktika: „Bildung und Mobilität sind zentrale EU-Ziele.“ Ihre Empfehlung an die Vereine: unbedingt sehr früh die Anträge auf den Weg bringen und möglichst osteuropäische Partner einbeziehen.

Die Veranstalter waren selbst überrascht, dass im Schwalm-Eder-Kreis fast 50 offizielle Partnerschaften gepflegt werden, immer von den Kommunen unterstützt, mit Beauftragten in der Verwaltung und in der Regel von besonderen Vereinen durchgeführt. Bunt gemischt waren deshalb die Berichte, die Susanne Reutter für Schwalmstadt, Helmuth Weidemeyer für Neukirchen, Rainer Schneider für Schwarzenborn, Martina Junghans für Borken, Gerhard Hosemann für Gilserberg bzw. die Hochland-Grundschule und Georg Keil für Ottrau gaben.

Dieter Werkmeister charakterisierte die langjährigen Beziehungen des Kreises zum finnischen Kajaani, zum südenglischen Sedgemoor - ergänzt durch Städtepartnerschaften von Felsberg, Fritzlar und Homberg - und zu Pila in Westpolen.

Eindrucksvolle Erlebnisse schilderte Joachim Jerosch für die Homberger Verbindung zum weißrussischen Stolin; nur durch hohes persönliches Engagement und mit großzügigen Sponsoren könnten Hilfstransporte, Erholungsferien für Kinder aus dem Tschernobyl-Raum und Kulturaustausch ermöglicht werden.

Marianne Hühn sicherte zu, die Forderungen der Vereine über die Europaabgeordneten in die Brüsseler Politik einzubringen.

Zur Vertiefung des Netzwerks sollen, einer Anregung von H. Weidemeyer folgend, „Ländertreffen“ organisiert werden, wobei allein 17 deutsch-französische Partnerschaften existieren, die ältesten seit den 60ern. Ungarn rangiert immerhin auf Platz 2 mit sechs Projekten.

Die EUROPA-UNION bittet alle Initiativen im Kreis, möglichst bald eine Kurzdarstellung ihrer Arbeit und genaue Anschriften an das EUROPA-Bürgerbüro Schwalmstadt ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) zu senden, um eine aktuelle Gesamtübersicht zu erstellen.

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